Komplett arterielle Revaskularisation

 

Schematische Darstellung der komplett arteriellen Revaskularisation

 

Video über die komplett arterielle Revaskularisation am schlagenden Herzen

 

 

 

 

Der Trend in der Koronarchirurgie geht klar in Richtung komplett arterielle Revaskularisation. Wenn immer möglich, versuchen wir den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine dabei zu vermeiden (OPCAB = off-pump coronary artery bypass). Die Offenheitsrate von arteriellen Bypasses ist denen von Venenbypasses klar überlegen. Durch die Vermeidung der Herz-Lungen-Maschine und die Operation in der sogenannten Aortic non-touch Technik kann das Risiko von Schlaganfällen praktisch komplett vermieden werden.

 

Eine komplett arterielle koronare Revaskularisation kann unter Verwendung beider skelettiert präparierter Brustbeinschlagadern fast immer durchgeführt werden. Im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum liegt die Rate der komplett arteriellen Revaskularisation seit mehreren Jahren um die 93 Prozent.


Bei der skelettierten Entnahme der Brustbeinschlagader wird in der Regel ausschließlich die Arterie präpariert, Begleitvenen, Nerven und umliegendes Gewebe werden erhalten. Vorteile sind die bessere Durchblutung des Brustbeins und die Vermeidung der Schädigung von Hautnerven mit nachfolgenden Sensibilitätsstörungen. So ist auch bei beidseitiger Präparation der Brustbeinschlagader die Rate an Brustbeininfektionen genauso niedrig wie bei Eingriffen mit Verwendung nur einer Arteria mammaria. Insbesondere Patienten mit einem Diabetes mellitus profitieren von einer skelettierten Entnahme der Brustbeinschlagader durch ein sehr viel geringeres Infektionsrisiko.

 

Im Rahmen der minimal invasiven Herzchirurgie kann die Herz-Lungen-Maschine mit ihren negativen Begleiteffekten (erhöhte Rate an neurologischen Komplikationen, erhöhter Blutverbrauch u. a.) vermieden werden. In Deutschland wurden im Jahr 2013 15,5 % (DGTHG-Statistik 2013) aller Koronaroperationen in der sogenannten off-pump-Technik ohne Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. Im Albertinen-Krankenhaus lag die Rate im Jahr 2013 für die minimal invasive off-pump-Chirurgie bei über 70 % und sie steigt weiter an.


Die Benutzung eines sogenannten T-Grafts ermöglicht bei den meisten Patienten eine komplett arterielle Revaskularisation. Dabei werden beide Brustbeinschlagadern skelettiert präpariert. Die linke Brustbeinschlagader wird insitu belassen, und es können damit die vorderen Koronaräste versorgt werden, beispielsweise der Diagonalast und der LAD mit einem sequentiellen ("Jump") Bypass. Die rechte innere Brustbeinschlagader RIMA wird als sogenanntes freies Transplantat in einem 90 Grad Winkel (T-Graft) in die linke innere Brustbeinschlagader implantiert, und mit diesem Graft können dann mittels Seit-zu-Seit-Anastomosen bzw. End-zu-Seit-Anastomosen die Gefäße der Hinterwand, die Marginaläste (M), Ramus circumflexus (CX) und die Äste der rechten Kranzarterie (RCA, RPD, RPL) versorgt werden.

 

 

Schematische Darstellung der komplett arteriellen Revaskularisation

 

 

 


In den meisten Fällen ist das bevorzugte operative Verfahren die komplette arterielle Revaskuarisation ohne den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (OPCAB). Dabei wird nach medianer Sternotomie und Brustbeinschlagaderpräparation zunächst die T-förmige Verbindung zwischen RIMA (rechte Brustbeinschlagarterie) und LIMA (linke Brustbeinschlagarterie) angelegt. Anschließend wird das Herz mit tiefen Perikardschlingen in die geeignete Position gebracht. Dann wird am schlagenden Herzen zunächst das betroffene Koronargefäß mit 2 luftgefüllten Vessel-Loops angeschlungen und dann in Kombination mit einer eigens dafür in unserer Abteilung entwickelten Stabilisationsplattform in Kombination mit einem flexiblen Haltearm ruhig gestellt. Auf diese Weise können Verbindungen zwischen Koronargefäßen und Bypasses in hoher Qualität genäht werden.


Die Indikation zu einer minimal invasiven arteriellen Off-pump-Bypassversorgung besteht grundsätzlich bei allen isolierten Koronaroperationen. Insbesondere ältere Hochrisikopatienten mit schweren Begleiterkrankungen, wie chronische Niereninsuffizienz, neurologischen Begleiterkrankungen, insulinpflichtigem Diabetes mellitus und anderen Begleiterkrankungen profitieren von diesem Operationsverfahren. Darüber hinaus können Patienten mit frischem Myokardinfarkt oder stark verkalkter Aorta ascendens (Porzellanaorta) mit dieser Operationstechnik risikoarm operiert werden.


Die im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum entwickelte Spezialplattform ermöglicht durch perfekte Ruhigstellung bei Operationen am schlagenden Herzen die hohe Qualität der Anastomosen.

 

 

 

Ausgewählte OP-Techniken

 

 

 

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Begrüßung durch den Chairman Prof. Dr. F.-C. Rieß

 

Willkommen auf den Seiten des Albertinen Herz- und Gefäßzentrum in Hamburg. Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit. Seit über 25 Jahren  bieten wir unseren Patientinnen und Patienten Herzmedizin auf höchstem Niveau. > hier ansehen

 

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Unsere Ergebnisse und Zahlen

 

Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum hat im Jahr 2015 mehr als 1.600 Herzoperationen durchgeführt. Besonders erfreulich ist dabei, dass die Rate der für die Patienten schonenderen „Off-Pump“-Revaskularisationen weiter bei hohen 70% liegt. > hier ansehen

 

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Heart Failure Unit (HFU) auf B2 ab 1.12.2016


...Die Station B2 wird nach einem Beschluss des Direktoriums ab sofort auch als Spezial Einheit für die schwere Herzinsuffizienz ausgewiesen (Heart Failure Unit = HFU).  >mehr

 

 

Komplett arterielle Revaskularisation

 

So funktioniert die komplett arterielle Bypassversorgung

 

Die Offenheitsrate von arteriellen Bypasses ist denen von Venenbypasses klar überlegen. Durch die Vermeidung der Herz-Lungen-Maschine und die Operation in der sogenannten Aortic non-touch Technik kann das Risiko von Schlaganfällen praktisch komplett vermieden werden. > mehr

 

 

 

Patientinnen und Patienten berichten

 

Patientinnen und Patienten berichten in einem Video anlässlich des Jubiläums "25 Jahre Albertinen Herzmedizin" über Ihre Erfahrungen im Albertinen Herz- und Gefäßzenrum

 

 

Elektrophysiologie

 

Elektropysiologie in Volksdorf und Schnelsen

 

Bereits seit Anfang 2013 werden Patienten mit tachykarden Herzrhythmusstörungen am Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus erfolgreich untersucht und behandelt. > mehr

 

 

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Was ist eigentlich eine Aortendissektion?


Bei einer Aortendissektion kommt es zu einer Aufspaltung (Dissektion) der Hauptschlagaderwand (Aorta), die sowohl die Brust- als auch die Bauchschlagader betreffen kann. ... >mehr

 

kardioanaesthesie

 

Die Kardioanästhesie


Alle Operationen im Albertinen-Herzzentrum werden in einer sehr schonenden Vollnarkose durchgeführt. >mehr

 

 

 

 

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Stellenangebote

 

Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum sucht...> mehr

 

 

 

 

 

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Ein Ökonom unterm Messer


Wie gut ist unser Gesundheitssystem? Ist es zu teuer? Der ZEIT Autor Wolfgang Gehrmann ist Kassenpatient und stellte sich diese Fragen plötzlich ganz persönlich: Er brauchte eine neue Herzklappe. >mehr

 

 

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Der STERN berichtet aus Albertinen Herz-OP

 

Der STERN berichtet als Auftakt zu einer neuen Gesundheitsserie von einer Bypassoperation am Herzen im Albertinen-Krankenhaus. Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß, Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie und Chairman des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums. > hier ansehen

 

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Alle Themen und Termine

 

In diesem Jahr veranstaltet das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum wieder sechs Patienten-Seminare zum Thema Herzmedizin. >>> hier alle Einzelheiten

 

 

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Neue Publikation

 

Eine neue Studie vergleicht die klinischen und angiographischen Ergebnisse der On-pump und Off-pump-Revaskularisation bei ausschließlicher Verwendung beider Brustbeinschlagadern >Hier geht es zur Studie

 

 

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Video "Zeit zum Leben"


Unser Film "Zeit zum Leben" anlässlich des Jubiläums "25 Jahre Albertinen Herz- und Gefäßzentrum" (deutsche und englische Version)  >mehr

 

 

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Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß


Der Hamburger Herzchirurg Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß ist heute (6. Februar 2017) im Hamburger Rathaus mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im Projekt „Herzbrücke“ ausgezeichnet worden.  >mehr

 

 

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DIE WELT berichtet über Prof. Friedrich-Christian Rieß


Patienten mit Herzproblemen sind in der Hansestadt gut aufgehoben. Prof. Friedrich-Christian Rieß operiert seit 25 Jahren am Albertinen-Krankenhaus. Ein Rück- und Ausblick. >mehr

 

 

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Video "Ihr Weg durch das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum"


Das Video beschreibt den Weg eines herzchirurgischen Patienten durch das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum am Standort Schnelsen > mehr 

 

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Kontakt - Wir sind stets für Sie erreichbar


So erreichen Sie das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum mit seinen beiden Standorten in Schnelsen und Volksdorf: > Adressen und Telefonnummern

 

Gefäßchirurgie

 

Video "Gefäßchirurgie - Behandlung komplizierter Bauch­Aorten­Aneurysmen"

 

Aufgrund der exponentiell zunehmenden Rupturgefahr sollten Aussackungen der Bauchschlagader – sogenannte Bauchaortenaneurysmen- ab einem Durchmesser von 5 cm ausgeschaltet werden... > mehr


 

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Weltpremiere im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum

 

Weltweit erste Rekonstruktion einer undichte Trikuspidalklappe mithilfe einer Kathetertechnik durch Raffung des Klappenringes. > mehr

 


 

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Aufnahme - Unterbringung - medizinisch-pflegerische Betreuung

 

Das "Vier-Augen-Prinzip" im Herzzentrum schafft die Voraussetzung für die optimale Behandlung unserer Patienten. ... >mehr

 

 

 

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Geprüft und besiegelt

 

Brustschmerzambulanz des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums erfüllt höchste Qualitätsstandards > mehr

 

 

 

Herzbruecke

 

Herzbrücke

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums engagieren sich seit Jahren in sozialen Projekten. > mehr

 

 

 

 

 

 

Rieß

 

Prof. Dr. med. F.-C. Rieß
Chairman des Herz-

und Gefäßzentrums
Chefarzt der Herzchirurgie
Tel. 040 55 88-2445
E-Mail

Lebenslauf | Publikationen

 

Schlizio

 

Sekretariat
Süntelstraße 11a · 22457 Hamburg

 

Frau P. Schlizio
Tel. 040 55 88-2442
Fax 040 55 88-2421
E-Mail

 

Oers

 

Frau S. van Oers
Tel. 040 55 88-2453
Fax 040 55 88-2421
E-Mail

 

Oers

 

Frau K. Borchert

Tel. 040 55 88-2445
Fax 040 55 88-2421

E-Mail

 

 

 

 

 

Department für perkutane Behandlung von Herzklappenerkrankungen

 

Stripling

 

Prof. Dr. med. J. Schofer
Leitender Arzt
Department für perkutane Behandlung von Herzklappenerkrankungen im Albertinen-Krankenhaus
Tel. 040 55 88-2442 /-2453 /-2445
E-Mail

 

Krause

 

PD Dr. med. K. Krause
Stellvertreter Interventionelle Kardiologie
Department für perkutane Behandlung von Herzklappenerkrankungen im Albertinen-Krankenhaus
Tel. 040 55 88-2442 /-2453 /-2445
E-Mail

 

 

Sekretariat

Frau A. Prach
Tel. 040 889 00 91 52
Fax 040 889 00 99 33
E-Mail

 

 

Department Kardioanästhesie

 

Stripling

 

Dr. med. C. Löwer
Leitende Ärztin
Department Kardioanästhesie
Tel. 040 55 88-6724
E-Mail

 

 

Sekretariat

Frau B. Buchholz
Tel. 040 55 88-2696
Fax 040 55 88-2880
E-Mail

 

 

Weitere Mitarbeiter in leitenden Funktionen

 

Hansen

 

Dr. med. L. Hansen
Ltd. OA Herzchirurgie
Tel. 040 55 88-2445
E-Mail

 

Winkel

 

S. Winkel
Ltd. OA Herzchirurgie
Tel. 040 55 88-2445
E-Mail

 

Stripling

 

J. Stripling
Ltd. OA Herzchirurgie
Tel. 040 55 88-2445
E-Mail

 

Rieß

 

Daniel Silva
Oberarzt 
Tel. 040 55 88-2445 
E-Mail

 

 

Dr. med. Wulf Neckel
Ltd. OA Kardioanästhesie
Tel. 040 55 88-1
E-Mail

 

 

Dr. Gennadi Horoschun
Leitender Oberarzt Herzchirurgische Intensivstation C2h 
Tel. 040 55 88-2550 
E-Mail

 

 

Dipl. Ing. R. Binczyk
Leitender Kardiotechniker
OP-Koordinator

Tel. 040 55 88-6729
Fax 040 55 88-2569
E-Mail

 

 

Kammin

 

B. Kliche
Ltd. OP-Schwester
Tel. 040 55 88-6715
E-Mail

 

Kammin

 

H. Claussen
Ltd. Anästhesie-Schwester
Tel. 040 55 88-6720
E-Mail

 

 

 

 

 

 

 

focus

 

 

Workshop komplett arterielle Revaskularisation

 

Jubiläum

 

Matthias Scheller, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerkes e.V., gratuliert dem Gründervater des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums, Prof. W. Füllbrandt und den Männern der ersten Stunde anlässlich des Jubiläums "25 Jahre Herzmedizin am Albertinen-Krankenhaus"

 

Von links: M. Scheller, Prof. W. Füllbrandt, Prof. F.-C. Rieß, J. Kormann, Dr. P. Kremer, Prof. N. Bleese. Foto: Andreas Rieß

 

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herzbruecke