Was ist eigentlich eine Aortendissektion?

 

Bei einer Aortendissektion kommt es zu einer Aufspaltung (Dissektion) der Hauptschlagaderwand (Aorta), die sowohl die Brust- als auch die Bauchschlagader betreffen kann. Je nachdem, an welcher Stelle der Hauptschlagader der Einriss auftritt, kann die Dissektion unmittelbar lebensbedrohlich sein, denn es besteht die Gefahr des Platzens der Hauptschlagader ebenso wie die der akuten Unterversorgung lebenswichtiger Organe mit Blut. Man rechnet mit ein Prozent Sterblichkeit pro Stunde im Fall der sog. Typ-A-Dissektion, bei der der Einriss im Bereich der vom Herzen aufsteigenden Aorta auftritt (Aorta ascendens). In einem solchen Fall muss der Patient sofort notfallmäßig operiert werden. Der Einriss kann aber ebenso im sog. Aortenbogen, von dem drei wichtige Arterien in den Kopf- und Armbereich abgehen, auftreten oder aber im absteigenden Teil der Hauptschlagader, der sog. Aorta descendens, wir sprechen von einer Typ-B-Dissektion.

 

Generell besteht die Außenwand der Hauptschlagader aus verschiedenen Schichten, die sich nach einem Einriss aufspalten können. Das Blut sucht sich dann neue Wege zwischen diesen Wandschichten, und bildet dort ein sog. falsches Lumen. Im Fall eines Einrisses im absteigenden Teil der Aorta ist dieses Risiko geringer, gleichwohl tickt auch hier eine Zeitbombe, da sich hier das falsche Lumen immer mehr aufweiten kann und auch nach Jahren noch platzen kann.

 

Da die Symptome eines betroffenen Patienten denen eines Herzinfarktes in vielen Fällen ähnlich sind – Vernichtungsschmerz in der Brust oder im Rücken zwischen den Schulterblättern, nicht selten geraten die Patienten in einen lebensbedrohlichen Schock – ist eine genaue Diagnose für den Therapieerfolg entscheidend. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Computertomographie und Kardio-Magnetresonanztomographie. Wird auf diesem Weg eine Dissektion mit Beginn in der aufsteigenden Aorta diagnostiziert, muss in der Regel sofort operiert werden. Dieses ist die Domäne der Herzchirurgie, da mit Hilfe der Herz-Lungenmaschine operiert wird. Je nachdem wie weit die Dissektion vorangeschritten ist, ersetzt der Herzchirurg die aufsteigende Aorta oder auch den Aortenbogen durch eine Prothese. Ist der Aortenbogen mit betroffen, so wird der Patient auf 20 Grad Celsius abgekühlt und während einer Phase des totalen Kreislaufstillstandes werden die Gefäßabgänge zum Gehirn und den Armen in die Bogenprothese eingepflanzt. Ist auch die absteigende Aorta noch von der Dissektion betroffen, so wird vom Herzchirurgen während der gleichen Operation im Kreislaufstillstand die absteigende Aorta mittels einer Stentprothese stabilisiert. Sind weitere Zerreißungen der Aorta unterhalb dieses Stents beispielsweise in der Bauchaorta vorhanden, so werden diese, sofern sie sich nicht spontan verschließen, durch den Gefäßchirurgen durch zusätzliche Stents verschlossen. Auch mehrere Jahre nach einer Operation kann es durch Voranschreiten der Gefäßerkrankung zu Veränderungen kommen, die dann mit geringer Belastung für den Patienten interventionell vom Gefäßchirurgen versorgt oder zuweilen auch gemeinsam vom Herz- und Gefäßchirurgen behandelt werden.

 

Das geschieht auch dann, wenn komplexe thorakale Aortendissektionen mit Einrissen sowohl im aufsteigenden und absteigenden Teil der Hauptschlagader wie auch im Aortenbogen durch einen sog. Hybrideingriff behandelt werden. Hierbei werden die Aorta ascendens und ggf. der Aortenbogen ersetzt und der Einriss in der absteigenden Aorta vom Gefäßchirurgen durch sog. intraluminale Stentprothesen (ummantelte stents) ausgeschaltet. Der Vorteil: Das Risiko, durch den endovaskulären Eingriff im Bereich der absteigenden Aorta eine Querschnittslähmung zu erleiden, ist deutlich geringer als bei dem konventionellen chirurgischen Verfahren.

 

Risikofaktoren für das Auftreten eines Aortenaneurysmas ist gerade bei noch jungen Patienten häufig ein unerkannter und somit nicht behandelter Bluthochdruck. Desweiteren besteht bei diesen Patienten eine Bindegewebsschwäche, für die mitunter eine genetische Veranlagung bekannt ist.

 

Die Aortendissektion ist ein medizinischer Notfall, der schnellstmöglich in einer Klinik, die sowohl über eine Herzchirurgie wie auch eine Gefäßchirurgie verfügt, behandelt werden muss. Besteht der Verdacht auf eine Aortendissektion, ist deshalb wie bei einem Herzinfarkt der Rettungswagen zu rufen.

 

Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß

Chairman des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums

Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie

Tel. 040 55 88-2445

E-Mail petra.schlizio@albertinen.de

 

Dr. Lars Kock

Chefarzt der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie

Tel. 040 55 88-2858

E-Mail martina.berndt@albertinen.de

 

 

 

lightroom

 

Unsere Ergebnisse und Zahlen

 

Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum hat im Jahr 2015 mehr als 1.600 Herzoperationen durchgeführt. Besonders erfreulich ist dabei, dass die Rate der für die Patienten schonenderen „Off-Pump“-Revaskularisationen weiter bei hohen 70% liegt. > hier ansehen

 

patientenzufriedenheit

 

Patientenzufriedenheit


Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse von 2016: Die TK führt regelmäßig Patientenbefragungen ihrer Versicherten durch.  >mehr

 

 

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Heart Failure Unit (HFU) auf B2 ab 1.12.2016


...Die Station B2 wird nach einem Beschluss des Direktoriums ab sofort auch als Spezial Einheit für die schwere Herzinsuffizienz ausgewiesen (Heart Failure Unit = HFU).  >mehr

 

 

Komplett arterielle Revaskularisation

 

So funktioniert die komplett arterielle Bypassversorgung

 

Die Offenheitsrate von arteriellen Bypasses ist denen von Venenbypasses klar überlegen. Durch die Vermeidung der Herz-Lungen-Maschine und die Operation in der sogenannten Aortic non-touch Technik kann das Risiko von Schlaganfällen praktisch komplett vermieden werden. > mehr

 

 

 

Patientinnen und Patienten berichten

 

Patientinnen und Patienten berichten in einem Video anlässlich des Jubiläums "25 Jahre Albertinen Herzmedizin" über Ihre Erfahrungen im Albertinen Herz- und Gefäßzenrum

 

 

Elektrophysiologie

 

Elektropysiologie in Volksdorf und Schnelsen

 

Bereits seit Anfang 2013 werden Patienten mit tachykarden Herzrhythmusstörungen am Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus erfolgreich untersucht und behandelt. > mehr

 

 

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Was ist eigentlich eine Aortendissektion?


Bei einer Aortendissektion kommt es zu einer Aufspaltung (Dissektion) der Hauptschlagaderwand (Aorta), die sowohl die Brust- als auch die Bauchschlagader betreffen kann. ... >mehr

 

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Die Kardioanästhesie


Alle Operationen im Albertinen-Herzzentrum werden in einer sehr schonenden Vollnarkose durchgeführt. >mehr

 

 

 

 

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Stellenangebote

 

Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum sucht...> mehr

 

 

 

 

 

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Ein Ökonom unterm Messer


Wie gut ist unser Gesundheitssystem? Ist es zu teuer? Der ZEIT Autor Wolfgang Gehrmann ist Kassenpatient und stellte sich diese Fragen plötzlich ganz persönlich: Er brauchte eine neue Herzklappe. >mehr

 

 

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Der STERN berichtet aus Albertinen Herz-OP

 

Der STERN berichtet als Auftakt zu einer neuen Gesundheitsserie von einer Bypassoperation am Herzen im Albertinen-Krankenhaus. Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß, Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie und Chairman des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums. > hier ansehen

 

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DIE WELT berichtet über Prof. Friedrich-Christian Rieß


Patienten mit Herzproblemen sind in der Hansestadt gut aufgehoben. Prof. Friedrich-Christian Rieß operiert seit 25 Jahren am Albertinen-Krankenhaus. Ein Rück- und Ausblick. >mehr

 

 

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Alle Themen und Termine

 

In diesem Jahr veranstaltet das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum wieder sechs Patienten-Seminare zum Thema Herzmedizin. >>> hier alle Einzelheiten

 

 

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Neue Publikation

 

Eine neue Studie vergleicht die klinischen und angiographischen Ergebnisse der On-pump und Off-pump-Revaskularisation bei ausschließlicher Verwendung beider Brustbeinschlagadern >Hier geht es zur Studie

 

 

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Video "Zeit zum Leben"


Unser Film "Zeit zum Leben" anlässlich des Jubiläums "25 Jahre Albertinen Herz- und Gefäßzentrum" (deutsche und englische Version)  >mehr

 

 

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Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß


Der Hamburger Herzchirurg Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß ist heute (6. Februar 2017) im Hamburger Rathaus mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im Projekt „Herzbrücke“ ausgezeichnet worden.  >mehr

 

 

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Video "Ihr Weg durch das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum"


Das Video beschreibt den Weg eines herzchirurgischen Patienten durch das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum am Standort Schnelsen > mehr 

 

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Kontakt - Wir sind stets für Sie erreichbar


So erreichen Sie das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum mit seinen beiden Standorten in Schnelsen und Volksdorf: > Adressen und Telefonnummern

 

Gefäßchirurgie

 

Video "Gefäßchirurgie - Behandlung komplizierter Bauch­Aorten­Aneurysmen"

 

Aufgrund der exponentiell zunehmenden Rupturgefahr sollten Aussackungen der Bauchschlagader – sogenannte Bauchaortenaneurysmen- ab einem Durchmesser von 5 cm ausgeschaltet werden... > mehr


 

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Weltpremiere im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum

 

Weltweit erste Rekonstruktion einer undichte Trikuspidalklappe mithilfe einer Kathetertechnik durch Raffung des Klappenringes. > mehr

 


 

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Aufnahme - Unterbringung - medizinisch-pflegerische Betreuung

 

Das "Vier-Augen-Prinzip" im Herzzentrum schafft die Voraussetzung für die optimale Behandlung unserer Patienten. ... >mehr

 

 

 

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Geprüft und besiegelt

 

Brustschmerzambulanz des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums erfüllt höchste Qualitätsstandards > mehr

 

 

 

Herzbruecke

 

Herzbrücke

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums engagieren sich seit Jahren in sozialen Projekten. > mehr

 

 

 

 

 

 

 

 

Chefärzte

 

Rieß

 

Prof. Dr. med. Friedrich-Christian Rieß
Chairman des Herz- und Gefäßzentrums 
Chefarzt der Herzchirurgie
Tel. 040 55 88-2445
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Lebenslauf | Publikationen

Kremer

 

Prof. Dr. Karsten Sydow
Chefarzt der Kardiologie
Tel. 040 55 88-2237
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Kock

 

Dr. med. Lars Kock
Chefarzt der Klinik für

Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie
Tel. 040 55 88-2857
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Kormann

 

Dr. med. Christine Löwer
Leitende Ärztin
Department für Kardioanästhesie
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Schofer

 

Dr. med. Matthias Gasthaus
Chefarzt der Kardiologie

Amalie Sieveking-

Krankenhaus
Tel. 040 6 44 11-233
E-Mail

 

Schofer

 

Prof. Dr. med. J. Schofer
Leitender Arzt
Department perkutane Behandlung von Herzklappenerkrankungen im Albertinen-Krankenhaus
Tel. 040 55 88-2442 /-2453 /-2445
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Lebenslauf und Publikationen

 

Schofer

 

Prof. Dr. med. Herbert Nägele
Leitender Arzt
Department für Herzinsuffizienz und Devicetherapie im Albertinen-Krankenhaus
Tel. 040 55 88-2847
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Zerm

 

Dr. Thomas Zerm
Leitender Arzt

Department für Elektrophysiologie
Albertinen Herz- und Gefäßzentrum
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focus

 

 

Workshop komplett arterielle Revaskularisation

 

Jubiläum

 

Matthias Scheller, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerkes e.V., gratuliert dem Gründervater des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums, Prof. W. Füllbrandt und den Männern der ersten Stunde anlässlich des Jubiläums "25 Jahre Herzmedizin am Albertinen-Krankenhaus"

 

Von links: M. Scheller, Prof. W. Füllbrandt, Prof. F.-C. Rieß, J. Kormann, Dr. P. Kremer, Prof. N. Bleese. Foto: Andreas Rieß

 

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